Allgemeines zum Angebot

Das Angebot richtet sich an neurodivergente Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Autismus und/ oder AD(H)S, die Unterstützung im sozialen Miteinander, in der Alltagsbewältigung und bei der gesellschaftlichen Teilhabe benötigen.

Nein, das ist leider nicht möglich. Für eine Finanzierung über § 35a ist in der Regel eine fachärztliche oder psychologische Stellungnahme notwendig.

Nein, das Gruppenangebot von bust out ist kein reines Freizeitangebot, sondern ein sozialpädagogisches Gruppenangebot mit klarer Zielsetzung, fachlicher Begleitung und Hilfeplanbezug. Freizeitaktivitäten dienen als Lernfelder für soziale und emotionale Entwicklung.

  • klare Haltung zu Neurodivergenz als Vielfalt
  • Kombination aus Struktur, Beziehung und Erlebnis
  • Arbeit in echten Lebensräumen (Natur, Stadt, Alltag)
  • Begleitung bis ins junge Erwachsenenalter
  • internationale Projekte wie Erasmus Plus

Unsere Arbeit ist ressourcenorientiert, beziehungsbasiert und strukturiert. Wir greifen u. a. auf autismusspezifische Methoden, sozialpädagogische Gruppenarbeit und erlebnispädagogische Elemente zurück.


Organisation und Aufnahme

Nach einem Erstgespräch mit den Sorgeberechtigten (und wenn möglich mit dem jungen Menschen) sowie einem Schnupperbesuch prüfen wir gemeinsam, welche Gruppe passend ist. Bei bestehender Hilfe nach § 35a SGB VIII erfolgt die Aufnahme in Abstimmung mit der Eingliederungshilfe.

Ja, aufgrund der begrenzten Gruppengröße führen wir eine Warteliste. Wir informieren transparent über voraussichtliche Wartezeiten.

Ja, ein Gruppenwechsel (z. B. von Explorer zu Vanquisher) erfolgt entwicklungsorientiert und in Abstimmung mit allen Beteiligten.

Die Gruppen treffen sich regelmäßig (z. B. wöchentlich). Ergänzend finden besondere Aktionen wie Übernachtungen oder Projekte statt. In den Schulferien finden in der Regel keine Angebote statt.

Die Dauer ist individuell. Viele junge Menschen nehmen über mehrere Jahre teil, da Entwicklung Zeit und Kontinuität braucht.


Gruppen und Begleitung

Die Gruppen werden von qualifizierten Fachkräften von bust out begleitet, die auf Autismus sowie AD(H)S spezialisiert sind. Zusätzlich fließen erlebnispädagogische Kompetenzen in die Arbeit ein.

Die Gruppengröße ist bewusst überschaubar, um individuelle Begleitung zu ermöglichen und Überforderung zu vermeiden. Die genaue Größe richtet sich nach Alter, Bedarf und Gruppendynamik zwischen 5 bis 8 Kindern

Während der Gruppenzeiten liegt die Aufsichtspflicht bei den Fachkräften von bust out. Bei öffentlichen Aktionen gelten klare Sicherheits- und Verhaltensregeln.

Grenzüberschreitendes, fremdaggressives Verhalten wird nicht persönlich genommen, sondern als Ausdruck tiefster Verunsicherung verstanden. Dennoch wird es unmissverständlich reguliert. Die seelische und körperliche Unversehrtheit aller steht für uns bei allen Interventionen im Vordergrund. Niemand wird verletzt und niemand wird beleidigt. Die Verlässlichkeit der Beziehung zwischen den Betreuenden und den Kindern und Jugendlichen bleibt dabei immer bestehen. Wir motivieren zur Teilnahme an Angeboten, gehen aber auf die Bedürfnisse einzelner ein, wenn sie noch nicht in der Lage sind, an bestimmten Angeboten teilzunehmen. Wir arbeiten deeskalierend, strukturiert und ressourcenorientiert. Klare Regeln, verlässliche Beziehungen und transparente Kommunikation sind zentrale Bestandteile unserer Arbeit.

Reizreduktion, klare Abläufe, transparente Kommunikation und vorbereitende Strukturierung sind selbstverständlicher Teil unserer Arbeit.

Alle Aktivitäten (z. B. Feuer, Werkzeuge, Übernachtungen) werden fachlich angeleitet und unter klaren Sicherheitsstandards durchgeführt. Risiko wird pädagogisch verantwortet – nicht vermieden, aber professionell begleitet.


Dokumentation und Einbezug der Eltern

Die Entwicklung der Teilnehmenden wird kontinuierlich beobachtet und im Rahmen von Hilfeplanberichten dokumentiert. Ein Austausch mit Eltern, Sorgeberechtigten und Jugendamt findet nach Bedarf statt.

Wir arbeiten transparent und stehen im regelmäßigen Austausch. Bei Bedarf finden Elterngespräche oder gemeinsame Reflexionen statt.


Abwesenheit und Teilnahme

Wir nehmen Widerstände ernst und suchen gemeinsam nach Lösungen. Teilnahme ist verbindlich, aber selbstverständlich darf sie Zeit brauchen. Zwang ist kein pädagogisches Mittel bei bust out. Wir prüfen regelmäßig ob die Maßnahme in Bezug auf die Gruppendynamik und das Anforderungsniveau zum Kind / Jugendlichen passt.