Ankunft in Málaga & erste Eindrücke
Das Erasmus+ Inklusionsprojekt fand in diesem Jahr mit einer Gruppe von 10 Teilnehmer:innen, in Begleitung von Rebecca Müller und Felix Horstmannshoff, statt. Unsere Reise begann am Flughafen Basel/Mulhouse, begleitet von Natascha Horstmanshoff, die uns sicher zum Abflug brachte. Nach einigen kleinen Herausforderungen am Check-in und den Sicherheitskontrollen durch zu große Rucksäcke, „gefährliche“ Haarbürsten und einem fast verlorenen Reisepass, hoben wir schließlich nach Málaga ab. Für viele Teilnehmer:innen war es der erste Flug, ein aufregender Moment, der den Beginn eines unvergesslichen Abenteuers markierte.
Am Flughafen in Málaga wurden wir herzlich von Maria und Paco begrüßt. In diesem Jahr wohnten wir nicht in Espera, sondern am idyllischen Lago de Bornos in zwei gemütlichen Hütten.

Interkulturelle Begegnungen & Inklusionsarbeit
Der Fokus des Projekts lag von Anfang an auf Inklusion, kulturellem Austausch und gemeinschaftlichem Lernen. In der Einrichtung AFANAS La Janda für Menschen mit geistiger Behinderung erlebten wir intensive Kampfsport-Workshops. Unter Anleitung von Mika lernten wir Techniken der Selbstverteidigung, Geduld und Respekt. Eine inspirierende Erfahrung, die zeigte, wie Inklusion auf Augenhöhe funktioniert.
Ein weiteres Highlight war der Austausch mit der Asociación Down Jerez Aspanido. Hier konnten die Teilnehmenden bei Tanz-Workshops ihre Kreativität und Teamarbeit unter Beweis stellen, während sie gleichzeitig wertvolle Einblicke in die Inklusionsarbeit in Spanien erhielten.

Kultur, Natur & Nachhaltigkeit
Neben sozialen Projekten bot das Programm zahlreiche kulturelle und naturbezogene Aktivitäten:
- Historische Erkundungen: Geführte Touren durch Jerez de la Frontera, Besuch der Iglesia de San Miguel und der Palacios de Jerez zeigten die reiche Geschichte und Architektur Andalusiens.
- Natur & Umwelt: In den Esteros del Guadalquivir erlebten wir nachhaltige Aquakultur hautnah. Wir beobachteten seltene Vogelarten wie Fischadler, Marmelente und Kammblässhuhn und lernten, wie Naturschutz und traditionelle Fischerei Hand in Hand gehen.
- Wildlife & Vogelschutz: In Bornos wurden verletzte Greifvögel aufgepäppelt und in die Freiheit entlassen – ein beeindruckendes Beispiel für verantwortungsbewussten Naturschutz.


Theater, Sport & Teamwork
Theater-Workshops nach der Commedia dell’arte, Hip-Hop-Sessions und sportliche Aktivitäten wie Radfahren und Kanufahren förderten nicht nur Kreativität und körperliche Fitness, sondern auch Teamgeist und interkulturelles Verständnis. Jede Aktivität war ein Lernfeld, das die Teilnehmer:innen auf unterschiedliche Weise herausforderte und inspirierte.

Barrierefreiheit & Erasmus+ Impact
Ein zentraler Teil des Projekts war die Auseinandersetzung mit Barrierefreiheit. Zusammen mit Victoria, die blind ist, erarbeiteten die Jugendlichen Konzepte für barrierefreie Wegweiser am Jakobsweg. Dabei lernten sie, dass Inklusion nicht optional ist, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft – praxisnah und greifbar.
Fazit
Das Erasmus+ Inklusionsprojekt in Andalusien war weit mehr als eine Reise! Es war eine intensive Lern- und Erfahrungswelt. Die Teilnehmer:innen sammelten praktische Erfahrungen in Inklusionsarbeit, Umwelt- und Naturschutz, Theater und Tanz sowie interkulturellem Austausch. Gleichzeitig entstand eine starke Gemeinschaft, geprägt von Teamwork, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung.
Mit neuen Perspektiven, Freundschaften über Grenzen hinweg und unvergesslichen Momenten im Gepäck kehrten alle Teilnehmer:innen nach Deutschland zurück – inspiriert, motiviert und bereit, die Welt ein Stück inklusiver zu gestalten.

